Samstag, 14. Mai 2016

Die Suche nach einer Lösung...

Vor knapp einem halben Jahr hat sich unsere private Situation wieder verbessert.

Ein Wohnmobil war wieder denkbar. Wenn auch immer noch als Drittfahrzeug in Steuer/Versicherung sehr teuer....aber man gönnt sich ja sonst nix.

Und so schauten wir uns auf dem Fahrzeugmarkt um. Entsetzen! Der Gebrauchtmarkt war leergefegt. Ein einfaches Wohnmobil, 15 Jahre alt, sollte aufeinmal 20.000 € kosten. Das kann doch nicht wahr sein! Handeln war ausgeschlossen, die Dinger gehen weg wie warme Semmeln. Und ein Neues? Starten bei 30.000 € aufwärts. Realistisch wäre aber 35.000 € +. Schließlich möchten wir weder auf Solar, noch auf Markise oder alles andere verzichten.

Wir begannen uns selbst kritisch zu hinterfragen. Würde sich das überhaupt lohnen? Unseren Haupturlaub haben wir letztes Jahr in Südfrankreich mit dem PKW und in Mobilheimen verbracht. Es war ein toller Urlaub. Und vor allen: Uns fiel auf, wie unpraktisch Wohnmobile dort sind. In Südfrankreich haben sie überall und ich meine wirklich überall Halteverbot für Wohnmobile. Dazu kommen noch die Höhenbegrenzungen an jedem Parkplatz. Auf den PKW waren wir angewiesen, egal ob es zum einkaufen, zu Sehenswürdigkeiten oder an den Strand ging. Mit einem Wohnmobil? Da sah man nicht wirklich etwas von der Gegend!

Wenn man es sich ausrechnet, ist man auch bei unserer kurzen Reisedauer nicht viel billiger unterwegs. Mobilheime gibt es außerhalb der Saison ab 40 € die Nacht. Wohnmobile kosten auf dem CP mindestens 20 €. Dazu höhere Spritkosten und Mautgebühren.

Nein, mit dem Wohnmobil nach Südfrankreich, unser Lieblingsreiseziel, das wollten wir nicht.

Also ein Wohnmobil nur fürs Wochenende? Lohnt sich das denn? Als Neufahrzeug garantiert nicht. Als Gebraucht... immer noch zu teuer. Ein Campingbus würde ja schon reichen... Aber auch hier sind die Preise im Moment astronomisch. Dazu noch Steuer/Versicherung von 600 € im Jahr. Reparaturen, Wertverlust. Hmpf. Dafür konnte man wirklich ins Hotel gehen und war noch "billiger" dabei.

Wir entschieden uns, unsere Kurzreisen im Hotel zu verbringen. In den letzten Monaten besuchten  wir Antwerpen, Löwen und die Ahr. Hotels hatten besonders im Winter doch einige Vorteile. Wir waren zentral untergebracht, mussten nicht lange bis zum SP/CP laufen/fahren. Teuer.... Klar, Doch wie gesagt, ein Wohnmobil wäre viel teurer.

Das einzige was uns nervte: Die Suche. Fuhr man spontan suchte man sich blöde vor Ort. Besonders in der Hauptsaison. Buchte man vorher, wußte man nicht wirklich wie das Wetter wird. Zwei Kurzreisen verbrachten wir im Regen. Uns fehlte auch die Campingatmosphäre.

Wir hielten in dieser Zeit weiter nach einem preisgünstigen gebrauchten Wohnmobil Ausschau. Ohne Erfolg.

Also setzten wir uns mit der Tatsache auseinander, das es mit einem Wohnmobil vorerst nichts mehr wird.

Wie war es mit Wohnwagen?

Ich konnte mich mit dem Gedanken anfreunden. Mein Mann.... nicht so. Es dauerte extrem lange, wir redeten über Selbstausbau, einen Caddy-Minicamper usw. Doch alles nicht das Wahre. Langsam freundete auch mein Mann sich mit dem Gedanken an einen Wohnwagen an. Vielleicht einfach mal ausprobieren?

Diese Entscheidung ist noch ganz frisch, wir haben sie erst diese Woche gefällt. Wir werden jetzt ersteinmal an unseren PKW eine Anhängerkupplung bauen. Und dann wird ein älterer Wohnwagen gekauft. Auf Probe sozusagen. Wir werden es ein Jahr mit einem Wohnwagen ausprobieren und dann unser Fazit ziehen. Mal schauen....


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