Dienstag, 1. Mai 2012

Horror zu Walpurgis in Solingen

Die erste Fahrt seit Dezember. Mein Gott, war ich glücklich! Es sollte nach Solingen gehen. Erinnert Ihr Euch wie ich davon letztes Jahr schwärmte?  Mittlerweile war es schon mein dritter Besuch in der Klingenstadt. Es fing auch gut an. Das Wetter spielte mit und als erstes stand ein Besuch in Schloss Burg auf dem Programm. Leider hatte ich mich nicht erkundigt, die Öffnungszeiten waren eingeschränkt. Wir mussten noch zwei Stunden warten. Also zurück zum Wagen. Da gab es die erste böse Überraschung. Unser Spülhahn war undicht und zog Wasser. Da wir erst kurz vor Abfahrt eingefüllt haben und die Pumpe erst am Ort anstellten, haben wir das nicht bemerkt. Ein nasses Wohnmobil ist ein Problem. Also ersteinmal notdürftig repariert. Auf Wasser mussten wir an dem Tag ganz verzichten.

SP bei Schloss Burg


Es ging zu Schloss Burg und wie beim letzten Besuch gefiel es mir dort sehr gut. (Bilder gibt es hier: Schloss Burg)

Auf der Fahrt nach Gräfrath hielten wir bei Haribo an. Ich habe noch nie so einen Andrang in einem Werksverkauf gesehen.

Einen Teil unserer Ausbeute...


Anschließend fuhren wir nach Gräfrath zum Stellplatz. Der Platz sah wie immer aus, nur das an der nahen Feuerwehrwache ein paar Leute ein Fest vorbereiteten. Ich dachte mir nichts dabei, hier auf dem Dorf sind solche Feste eine kleine Angelegenheit.
hier war es noch ruhig am SP in Gräfrath



Besonders da in Gräfrath Bühnen etc. aufgebaut war und es dort Musik gab.

Marktplatz, Solingen Gräfrath



Wir gingen in einer kleinen Brauerei etwas essen. Das Bier war super, dass Essen ein wenig enttäuschend. Aber in Ordnung. Es ging wieder zurück zum Stellplatz. Dort fing gerade das Fest an. Wir schauten vorbei, kauften Wertmarken und setzten uns abseits auf eine Parkbank.

Ich war ein Moment alleine, als mir auffiel, dass ein 6jähriges Kind oben an einem 4 Meter hohen Mattenzaun ,der einen Bolzplatz einrahmte, hoch krabbelt. Mir wurde flau im Magen, dass ganze wirkte sehr gefährlich. (Besonders weil oben die Matten nicht ganz rund schienen, so wie ich das aus der Entfernung sehen konnte). Was macht man also in Gefahrensituationen auf einen Feuerwehrfest? Man rennt wieder rüber zum Fest und fragt den erst besten Mann im Feuerwehr-T-Shirt ob er nicht mit einem nach dem Kind sehen könnte. (Besonders wenn man nur 1,60 groß ist und kein Kletterkünstler). Der erste Mann verneinte. Nicht seine Zuständigkeit. Zeigte aber auf einen "Kollegen". Dessen Antwort war nicht ganz so freundlich. (Nur so als Info: Den Zaun konnte man nicht vom Fest aus sehen. Die Typen konnten also die Situation nicht einschätzen) Ich dachte mir nur: "Scheiß was auf die Typen, schau mal selbst nach dem Kind". Da war die Sache schon erledigt. Der Vater des Kindes rannte schon auf den eingezäunten Platz und pflückte das Kind vom Zaun.

Na ja. Was soll ich sagen. Ich bin viel gereist. Habe die ein oder andere Notsituation erlebt. (Nicht nur selbst, sondern auch wenn andere in Schwierigkeiten steckten). Aber so "hilfsbereit" wie die Feuerwehr in Solingen, das war wirklich das erste Mal.

Vom Fest hatte ich die Nase voll. Zurück zum Wohnmobil. Wir wollten bleiben, waren wir doch mittlerweile hundemüde und hatten auch ein Glässchen getrunken. Aber das Fest wurde immer lauter und voller. Wir versuchten zu schlafen, kein Zweck. Nach zwei Stunden gaben wir auf. In ca. 1,5 Kilometer war ein Wanderparkplatz, das wußte ich. Dann musste eben dieser mal herhalten. Nach Hause wollten wir auf keinen Fall noch fahren.

Ab zum Wanderparkplatz. Dort war es wirklich ruhig. Außer uns gab es dort niemanden. Wir schliefen ein. Nur um gegen 2 Uhr geweckt zu werden. Es klopfte jemand gegen das Wohnmobil. Irgendetwas stimmte nicht. Tja, Jugendliche waren im Wald unterwegs. Wohl Maibäume klauen. Keine Ahnung. Wir haben ja keinen Hund dabei und es wurde uns doch mulmig. Also traten wir doch noch die Heimreise an.

Ich war noch nie so glücklich, wieder zuhause zu sein. Für mich steht fest: Um Solingen mache ich erst einmal einen großen Bogen.....

1 Kommentar:

Claudia und Joachim (Groschi) hat gesagt…

Tjaja ... aber das trifft zum Glück nicht auf alle Feuerwehrler zu. Diese zwei exemplare dagegen dachten wohl nur ans Feiern und Saufen? Verantwortung übernehmen, Hilfe geben, das ist heutzutage ein kostbares gut geworden.