Sonntag, 21. November 2010

Ü-Ei Oberhausen: Spaß, Spiel und Spannung

70 km nach Oberhausen-Neue Mitte ist keine weite Strecke. Besonders wenn man bedenkt, wie weit ich hier fahren müsste, um das gleiche zu erleben. Kino ist ca. 10 km entfernt, Schwimmbad 25 km, Einkaufen 20 km (aber nicht in der gleichen Stadt wie Kino oder Schwimmbad) usw. Wie praktisch dagegen alles auf engstem Raum zu haben. Einmal hin und dort bleiben, dass war unsere Vorstellung.

Da ich mich immer gut vorbereite, fragte ich vorher beim Centro nach, ob wir mit dem Wohnmobil dort auch parken dürften. Die Antwort war schon eher....unfreundlich. Aber ja, wir dürften parken. P9 steht Wohnmobilen und Bussen zur Verfügung. Zumindest in der Theorie. Wir wurden von einem noch unfreundlicheren Parkplatzwächter verjagt. Sollten zum Wohnmobilstellplatz der Stadt Oberhausen fahren. Dieser Platz hatte nur einen ziemlich entscheidenen Nachteil: Von den Attraktionen, die wir besuchen wollten, ist er ziemlich weit entfernt.  Besonders, wenn wir zwischendurch mal nach dem Hund sehen wollten.

Wir hielten an einem McDonalds Parkplatz an, um zu bereden, wie wir weiter vorgehen würden. Dabei fiel Chris eine unscheinbare Seitengasse auf, die wir lang fuhren. Tatsächlich: Dort gab es private Parkplätze. Wir fragten nach und durften gegen eine Gebühr dort stehen.

Zuerst besuchten wir die Modellbahnwelt Oberhausen, von der ich ein paar Bilder mitgebracht habe.

Ein Miniaturcampingplatz:



Anschließend ging es durch das Centro und dem dazugehörigen Weihnachtsmarkt. Was uns auffiel: Lange Schlangen vor Klamotten und Appelläden. Ob es dort etwas umsonst gab?


Falls Ihr den Schnee vermisst: Oberhausen hat welchen




Wir aßen ein wenig, ruhten uns aus und besuchten nachmittags die Aqua-World. Ein Schwimmbad, dass einem Bergwerk nachempfunden wurde. Gefallen hat es uns nicht: Es war überfüllt und andauernd sprangen uns kleine Kinder auf den Kopf. Zum relaxen oder einfach nur schwimmen, war das Bad nicht geeignet.

Hafen mit Aqua-World



Mittlerweile war es früher Abend geworden. Eigentlich stand jetzt die Kneipentour auf dem Programm. Übernachten durften wir auf dem Platz, nur am nächsten Morgen müssten wir längere Zeit warten, bis wir wieder raus kämen. Dazu hatten wir keine Lust. Wir entschlossen uns nach Issum zu fahren. Issum lag auf den halben Weg nach Hause und es gab dort etwas besonders: Die Diebels Brauerei. Leider gab es mit dem dortigen Stellplatz wieder ein Problem: Zu weit ab vom Schuss. Wir parkten also in einem Wohngebiet in der Nähe der  Brauerei. Schließlich gab es doch in Deutschland die Möglichkeit im Wohnmobil zu schlafen, wenn man seine Fahrtüchtigkeit wieder herstellen wollte. Aber zuerst mussten wir unsere Fahrtüchtigkeit kaputt machen. Wobei uns die Diebels Kneipe sehr behilflich war.

Am nächsten Tag war Issum in dichtem Nebel getaucht. Das Dorf ist auch ziemlich klein und man ist schnell durchgelaufen. Wir traten die Heimreise an.

Fazit: An trübem Wintertagen ist Oberhausen wirklich ganz nett. Vielleicht machen wir irgendwann wieder so eine Fahrt, aber nicht wenn dort Weihnachtsmarkt ist. Vielelicht dürfen wir dann auch auf den ausgewiesenen Wohnmobilparkplätzen stehen. Für das Centro uns seine Pächter würde es sich lohnen: Wir haben abends in Issum noch einiges für Essen/Getränke ausgegeben.

1 Kommentar:

lubo hat gesagt…

Ich finde die Modellbahnwelt in Oberhausen ist nicht empfehlenswert. Zumindest nicht, wenn man die in Hamburg mal gesehen hat. Und generell ist das Centro in der Vor-Weihnachtszeit nicht zu empfehlen. An den Advents-Samstagen steht man bereits auf der Autobahn(abfahrt) im Stau.