Sonntag, 15. August 2010

Turnhout: Außer Spesen nichts gewesen.

Turnhout: Eine lebendige Stadt

Alles an dieser Fahrt war ein wenig merkwürdig. Das fing schon mit der Vorbereitung an. Mein Mann erklärte mir lang und breit, dass er  nicht gedenke, an diesem Wochenende mit mir wegzufahren. Zum einen sollte das Wetter blöd werden (zumindest südlich von uns) und zum anderen wäre noch viel im Garten zu erledigen. Was ja auch stimmt. Und irgendwie immer noch zu erledigen ist.

Da ich schon aber zwei Wochen mehr oder weniger blöd zuhause rumsaß, beschloss ich wenigstens nach Aachen am Freitag zu fahren. So schön, so gut. Bis mein Handy klingelte: "Wo bist Du? Ich dachte wir fahren nach Belgien am Wochenende". Ach.  Naja.. War mir irgendwie gar nicht bewußt. Also ab nach Hause. Kaum Zeit für die Vorbereitungen. Belgien? Ja, wo könnte man dort hin fahren? Turnhout kam mir in den Sinn. Dort waren wir mal für eine Zwischenübernachtung und es war eigentlich ganz nett dort. Die Reise konnte beginnen.

Turnhout war auch sehr schön. Klein, aber eine nette Fußgängerzone und der schönste Beginnenhof den ich jemals gesehen habe. Und das will was heißen. Ich stehe auf Beginnenhöfe und habe schon einige gesehen. Dazu noch ein Stadtfest, was zumindest am Abend einigen Trubel bieten würde.


Schloss Turnhout
Beginnenhof in Turnhout


Doch wir beschlossen nach einer nur kurzen Verweildauer in Turnhout ersteinmal den Stellplatz anzufahren. Für den Campingplatz in Turnhout, den wir schon mal besuchten haben, waren wir zu knauserig. 30 € nur wegen den Ferien? Nee, muss nicht sein.

Ab nach Herentals. Wo uns eine Überraschung erwaretete. Ein absolut öder, verlassener Stellplatz in einer noch öderen verlassenen Gegend.  Da wollten wir nicht bleiben. Aber Alternativen in der Umgebung gab es nicht. Und wenn wir etwas zurück fuhren? Nach Neerpelt? Schon wieder auf die Straße, eine Stunde unterwegs. Aber auch Neerpelt enttäsuchte sehr. Zwar war diesmal der Stellplatz alles andere als verlassen, aber das einzig spannende was uns in Neerpelt begegnete war ein durchgegangenes Pferd, das uns beinah ins Wohnmobil lief. Vom Reiter keine Spur.


Neerpelt: Dieser Platz war leider schon voll.


Im Nachhinein ärgere ich mich sehr über meine eigene Knauserigkeit. Der Campingplatz in Turnhout ist sein Geld wert und wir hätten ein schönes Wochenende dort verbringen können. Stattdessen saßen wir hauptsächlich im Wagen. Dumm gelaufen. Auf der anderen Seite: Woher soll man wissen, wo es wirklich schön ist, wenn man es nicht ausprobiert? Und dazu gehören auch Fehlschläge. Dass ich jetzt zweimal hintereinander einen hatte ist persönliches Pech.

Nächstes Jahr geht es noch mal nach Turnhout (außerhalb der Ferien) und dann auch auf dem entsprechenden Platz.

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