Sonntag, 29. August 2010

Ein Tag in der Pfalz oder was bitte schön ist eigentlich Knetsch-Flesch?

Unser ursprüngliches Reiseziel war für diesen Tag Bad Dürkheim.  Doch der Ort wirkte wenig reizvoll, so dass wir nach einem kurzen Zwischenstop direkt ins Elsass, nach Wissembourg, weiterfuhren.

Auch Wissembourg haute uns nicht wirklich vom Hocker. Zwar gab es dort viele Fachwerkhäuser, aber der Ort wirkte ein wenig marode und die Stimmung erinnerte stark an einen Friedhof.  Allerdings waren wir bereits von der Reise erledigt und wollten nicht mehr weiterfahren. Ein Stellplatz musste her. Unser mitgeführter Stellplatzatlas hatte auch einen parat, bei einem deutschen Winzer im Nachbarort.

Nicht lange nachgedacht, ging die Fahrt nach Schweigen. Leider hatten wir die Rechnung nicht mit dem Dorffest gemacht. Dafür war die Hauptverkehrsstraße komplett gesperrt worden. Der Winzer wohnte aber am Dorfrand Richtung Weinberge. Navy umprogrammiert und ab ging es durch das kleine, verwinkelte Schweigen. Was mit einem Wohnmobil gar nicht so einfach ist. Besonders, wenn die Häuser auch noch Balkone auf Höhe des Alkoven haben und die Straßen nicht besonders breit sind. Den Winzer trafen wir nicht an, parkten aber trotzdem schon einmal in seinem Hof. Weil zurück wollten wir diese Strecke nicht noch einmal fahren.

Da unser Magen knurrte machten wir uns aufs ins Dorf, wo wir schnell bei einem anderen Winzer fündig wurden Hoffest. Das Essen duftete köstlich, obwohl uns die Speisekarte sehr verwirrte. Ich fragte die Winzeirn, was Knetsch-Flesch ist.
"Naja, Fleisch.", bekam ich zur Antwort zurück.
??
 "Was für ein Fleisch?", hakte ich nach.
Wieder schaute mich die Winzerin verblüfft an. Sie wuselte in ihrer Küche herum um mir das Gericht zu zeigen.
"Es ist aus Hackfleisch". Irgendetwas machte in meinem Kopf klick.
"So etwas wie Königsberger Klopse?" Die Winzerin nickte. Genau in diesem Augenblick schoß Chris um die Ecke (er war schon dabei uns mit Getränken zu versorgen).
"Was ist ein Winzerschinken?", fragte er die schon leicht genervte Dame. Es stellte sich als Spießbraten heraus.
Und zwar als köstlicher Spießbraten. Aber auch das Knetsch-Flesch war super. Im Moment suche ich noch nach dem Rezept.

Ich muss wohl kaum erwähnen, dass dies ein teuer Aufenthalt wurde. Alleine die Übernachtung war 35 € (inkl. einer Kiste Wein). Wie ich bereits früher schon mal sagte: Billig sind Reisen in Weinanbaugebiete nie!



Eigentlich selbst erklärend.





Eindrücke aus Wissembourg









Das deutsche Weintor in Schweigen


Am Ortsrand von Schweigen beim Winzer




















1 Kommentar:

Christina hat gesagt…

Ihr hättet eine Woche später nach Bad Dürkheim gehen sollen. Dann ist nämlich der Wurstmarkt, das größte Weinfest der Welt. ;-)
Schöne Grüße
Christina