Sonntag, 20. September 2009

Anstrengende Tage in Luxemburg, Mosel und Eifel.

Es gibt so Reisen, da ist der Wurm drin. Von Anfang an. Und es ändert sich auch nicht viel. So wie bei dieser Reise. Der erste Stau kam direkt bei uns im Dorf. In einer Einbahnstraße ging nichts mehr.

Wäre es dabei geblieben: Kein Problem. Doch als wir auf die A73 fahren wollten, der nächste Schreck: Die niederländische Autobahn war gesperrt. Uns blieb nichts anderes übrig, als über Landstraße mit dutzenden LKW´s zu kriechen. Als wir endlich auf der Autobahn waren, ging es auch nicht voran. Stau wegen Baustellen.

Als wir endlich in Luxemburg ankamen, hatten wir ziemlich die Nase voll.

Zuerst besuchten wir den Stausee der Sauer. Leider fanden wir dort keinen schönen Campingplatz, obwohl wir den Stausee umrundeten.

Wir entschlossen uns, die Sauer entlang zu fahren. Doch mittlerweile war Mittagszeit und die meisten CP´s geschlossen. Wir saßen bereits seit 4 Stunden im Auto.

Endlich fanden wir einen hübschen Platz bei Bourscheid. Einsam und ganz ruhig gelegen. Dort verbrachten wir den restlichen Tag.

Am nächsten Tag sehnten wir uns doch etwas nach Action. Es ging weiter an der Sauer entlang bis Trier. Die Stadt war gut besucht und wir machten einen sehr langen Stadtbummel. Der nächste Plan hieß: Mosel. Ab Trier wollten wir entlang des Flusses fahren, bis wir einen schönen Ort für die nächste Übernachtung gefunden haben.

Es war furchtbar. Zuerst war die Moselbrücke gesperrt. Gut, wir fahren auf der anderen Seite die Mosel entlang. Auch diese Straße war gesperrt. Es blieb uns nichts anderes übrig, als über den Hunsrück zu fahren. Mit einem alten VW-Bus nicht wirklich schön. Als wir endlich wieder an die Mosel zurück fanden, begegneten wir ein Bild des Grauens: Die Region war überfüllt. Mit dem Wagen kam man vor lauter Radfahrern und Fußgängern nur im Schritttempo weiter. Campingplätze waren entweder überlaufen oder boten uns einen Platz hinter den Mülltonnen zu unverschämten Preisen an. Wir entschlossen uns zur Weiterfahrt in die Eifel. Aber dorthin zu gelangen war gar nicht so einfach. Es war bereits früher Abend, bevor wir endlich unser Ausweichziel erreichten: Manderscheid.

Leider streikte das fußkranke Volk: Sprich Hund und Ehemann wollten keinen Schritt mehr machen. Den Abend verbrachten wir auf den recht netten Campingplatz.

Am nächsten Tag beschlossen wir, eine ruhige Heimfahrt durch die Eifel anzutreten. Ein kleiner Zwischenstopp mit Spaziergang (trotz Protest der Fußkranken) gab es noch am Freilinger See. Ein ideales Kurzreiseziel für einen Ausflug für uns.

Fazit: Wir haben einen großen Teil der Zeit in unserem Wagen verbracht. Das ist eigentlich sehr schade. Und war auch nicht so beabsichtigt. Normalerweise versuche ich, die Fahrtzeiten so kurz wie möglich zu halten. Außerdem bin ich schon ein wenig traurig. Die Moselregion war für mich immer ein bevorzugtes Reiseziel, Anfang der 90er waren wir mindestens einmal im Jahr dort. Aber ich denke, ich kann sie mir zur Weinlesezeit sparen. Wahrscheinlich eine Auswirkung von dem Trend, seinen Urlaub in Deutschland und nicht im Ausland zu verbringen. Absolut überlaufen und wirklich nicht mehr schön.


Stausee der Sauer:
CP an der Sauer:



Sauer:
Trier:




Höhenzug Manderscheid

Burgen Manderscheid:
Freilinger See:


1 Kommentar:

dumdidum hat gesagt…

Interessant, der Freilinger See ohne Schnee. Ich war nämlich im Winter da. Da war er fast komplett zugefroren.

(Freilinger See)