Montag, 1. Juni 2009

3 Tag Normandie Dieppe und Umland

Dieser Tag fing für mich alles andere als rosig an. Als ich aufwachte bemerkte ich einen Ausschlag (wie Nesselfieber) auf meiner Haut. Ich war verdutzt. Vielleicht hätte ich die Allergiewarnung auf dem Stinkekäse doch ernster nehmen sollen. Wir hielten also kurz bei einer Apotheke an und ich besorgte mir ein Antihistamin, bevor wir die Fahrt weiterfortsetzten. Der nächste Zwischenstopp war in Dieppe geplant, doch ähnlich wie in Le Treport lud er nicht wirklich dazu ein. Da sich während der Fahrt trotz der Tabletten der Ausschlag nur verschlimmerte, beschlossen wir, einen verfrühten Stop einzulegen und suchten uns in der unmittelbaren Umgebung einen Campingplatz. Diesmal standen wir direkt auf der Steilküste, dem Wind ausgesetzt, der immer mehr auffrischte. Grillen war deswegen leider nicht mehr möglich. Doch wir hatten noch größeres Pech. Auch unser Gaskocher streikte. So dass wir uns hinter dem Auto auf unserem Gasgrill mit Mühe und Not nur eine Notfallration Ravioli warm machen konnten. Welch bescheidenes Mahl!
Die Sanitäranlagen dieses Platzes waren sehr speziell. Draußen in einem ungeschützten Verschlag untergebracht, war man Wind und Wetter ausgesetzt. An Duschen war wegen dem Sturm kaum zu denken. Dafür hatte man eine schöne Aussicht aufs Meer und bekam einen Einblick in die vielfältige Artenreichtum der Krabbeltiere in Nordfrankreich. Scheinbar suchten sie alle bei dem kühlen Wetter Unterschlupf in den zuggebenermaßen nicht allzu sauberen und zugigen Sanitärgebäude.

Zum nachmittag lies der Sturm etwas nach. Mittlerweile konnte ich allerdings nicht mehr richtig laufen, da sich auch meine Beine entzündet haben. Also fuhren wir ganz untypischerweise mit dem Wagen die 300 Meter zum Strand. Statt wandern zu gehen, gab es eine Spazierfahrt durch die unmittelbare Umgebung. Das schöne, hügelige Hinterland hat es mir dabei besonders angetan.

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