Sonntag, 26. April 2009

Wie wir nach Belgien wollten, aber über Venlo nach Münster fuhren

oder

Münster/Münsterland/Hohe Mark.


(diesmal andersherum: Erst die Bilder, dann der Text)



Schloss Münster:

Demonstration:
Innenstadt Münster:
Täuferkäfige:



Täuferkäfige 2 Versuch:

Friedenssaal:

mumifizierte Hand im Friedenssaal in Münster. Ein wenig gruselig ist es schon....Auf dem Campingplatz in Dülmen:
Strandbad des CP´s

Dauercamper:
See gegenüber vom Campingplatz:
Aussicht von unserem Wagen aus:
Die Teufelssteine:

müder Hund:

Raesfeld:

Wasserschloss in Raesfeld:


Eigentlich war das vorgesehene Ziel ein See in den belgischen Ardennen. Doch der Wetterbericht kam dazwischen. „Im Westen Regen, im Osten 25 Grad“.


Innerhalb zwei Minuten war entschieden: Wir wollten Sonnenschein. Ab nach Münster.


Jedenfalls dachte ich, dass es nach Münster gehen sollte. Etwas verwundert blickte ich zu meinem Mann hinüber, als er Richtung Niederlande fuhr.

???“

Ich muss noch tanken. Tanken ist doch günstiger in Holland“

Aha.


Nach dem Tanken drehten wir nicht um, wie ich vermutete. Mein Mann fuhr weiter nach Holland hinein.

???“

Das Navy sagt, ich soll gerade aus weiter fahren.“

Beunruhigt schaute ich das Navy an.

Aber du hast nicht holländische See angegeben?“ fragte ich nach. Mein Mann schüttelte den Kopf.


Und so fuhren wir eine geschlagene dreiviertel Stunde durch Venlo, bevor wir endlich auf die A40 gelangten. Aber das kannte ich schon. Verirrte man sich einmal in Roermond und Venlo, beides keine großen Städte, dauerte es Stunden bevor man wieder den richtigen Weg fand.


Die Fahrt nach Münster ging reibungslos. Ich liebe Münster. Und das seit meiner Ausbildung, die ich teilweise in Münster absolviert habe. So freute ich mich auch, als ich aus dem Wagen stieg und direkt in eine demonstrierende Studentengruppe hinein lief. Es schien sich seit zwanzig Jahren nicht viel verändert zu haben. Doch es hatte sich etwas verändert. Die Stadt war überfüllt. Klar, man wurde alle zwei Minuten fast von einem Fahrrad über den Haufen gefahren. Daran erinnerte ich mich noch. Aber die Menschenmassen die sich durch die Straßen quälten? War es früher auch so voll? Chris meinte, ich wäre doch am Wochenende immer nach Hause gefahren und kannte die Stadt am Samstag vormittag gar nicht. Und der letzte Besuch vor acht Jahren war auch in der Woche gewesen.


Wir setzten unsere Stadtbesichtigung fort. Zum Leidwesen von Rex, der auch bei so vielen Menschen ein wenig nervös wurde.


Nachmittags entschlossen wir uns die Stadt wieder zu verlassen. Zwar hatten wir geplant in Münster zu übernachten, aber wir Landeier sehnten uns nach Ruhe. Da in der unmittelbaren Umgebung von Münster keine Campingplätze (jedenfalls lt. ACSI Führer) waren, fuhren wir durchs Münsterland Richtung Hohe Mark.


Eine satte grüne Landschaft empfing uns bei Dülmen. Wir waren müde und lustlos. Von daher war schnell klar: Hier bleiben wir. Nachdem wir Dülmen dreimal umkreisten fanden wir auch einen hübschen Campingplatz, direkt am See gelegen. Natürlich stand er im ACSI Führer nicht vermerkt. Aber in meinem Straßenführer. Zu diesem Führer muss ich etwas erklären: Er ist nicht sehr genau. Dafür war er aber billig. Es schien, als würde der Campingplatz irgendwo in der Landschaft zu schweben, weit ab von jeder Straße. Das stimmte natürlich nicht so. Wir mussten mit dem VW-Bus nicht zum CP schweben, wir konnten ganz normal hinfahren.


(Es gibt tatsächlich eine Homepage zu dem Platz: http://www.duelmener-see.de/ )



Der See ist klein, aber nett. Am Sandstrand kommt sogar etwas wie Urlaubsfeeling auf. Auf dem CP gibt es viele Dauercamper, die Touristencamper stehen extra. Da mit uns nur noch zwei andere Tagescamper da waren, hatten wir viel Platz und standen auch sehr ruhig.


Fazit: Ein netter, kleiner und günstiger CP, auf dem man gut eine Nacht verbringen kann.


Am nächsten Tag entschieden wir uns über Landstraße zurück nach Hause zu fahren und an „Sehenswürdigkeiten“ anzuhalten. Die erste Sehenswürdigkeit waren die Teufelssteine in Heiden. Auch diese schwebten lt. Straßenatlas in der Gegend herum. Gott sei Dank sind die Heiden sehr stolz auf ihre Steine und haben überall Wegweiser zu ihnen hinterlassen. Ein netter kleiner Waldspaziergang führte uns direkt zu ihnen. (Leider hatte ich immer noch Probleme mit meinem verknacksten Bein. So dass ich mehr humpelte als ging)


Das nächste Ziel war Raesfeld. Ein Wasserschloss. Dieses Mal sogar an einer Straße gelegen. Ich war angenehm überrascht, da die Anlage wirklich sehr schön war.


Weiter ging es nach Wesel. Aus irgendeinem komischen Grund bin ich noch nie in Wesel gewesen und von daher verwundert, wie groß die Stadt ist. Wir spielten kurz mit dem Gedanken uns den Megacampingplatz auf der Gravinsel aus der Nähe anzusehen, haben es dann doch nicht getan. Eigentlich stehen wir gar nicht auf so riesige Plätze, überlegen uns aber dennoch, es uns spaßeshalber einmal anzutun. Man muss ja wissen, über was man so lästert....


In Geldern gab es zwecks Nahrungsaufnahme einen kleinen Zwischenstopp. Dort war dieses Wochenende das große Reisemobiltreffen. Wir sind aber nicht zum Stellplatz gefahren. Vielleicht war ja schon einmal jemand dort und kann berichten?


Tja, einige Kilometer später waren wir wieder zu Hause. Und wurden von meinen Katzen angenknurrt, die sich sehr vernachlässigt fühlten.


Ein schöner Ausflug und ich war bestimmt nicht das letzte Mal in Dülmen und Umgebung gewesen!

1 Kommentar:

lubo hat gesagt…

Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich war dieses Jahr in Geldern auf dem Reisemobiltreffen - und enttäuscht. Zwar haben sich zahlreiche Wohnmobilisten auf den umliegenden Parkplätzen versammelt, aber selber bot Geldern auf den Marktplatz nur in der Innenstadt ca. 20 Mobile und Wohnwagen zum anschauen. Dazu verkaufsoffener Sonntag, das wars. Nicht reizvoll. Oder ich habe das eigentliche Spektakel nicht gefunden oder erkannt, kann auch sein ;-)