Sonntag, 12. April 2009

Tagescamping:Freilichtmuseum Bokrijk (Belgien)

Tagescamping: Diesen lustigen Ausdruck habe ich von den Niederländer übernommen. Dort, an der niederländischen Küste, gibt es Tagescampingplätze, wo man sich kostenlos oder für ein geringes Entgelt hinstellen darf. Allerdings ist übernachten strengstens verboten.

Eigentlich sollte dieser Ausflug ein richtiger "Campingtrip" werden. Also mit Übernachtung. Aber auch der dritte Versuch in Limburg (Belgien) eine Nacht zu verbringen, ging schief. War es das letzte Mal das Karaoke Festival auf dem Campingplatz, dass uns das Weite suchen lies, war es diesmal so eine Art Osterauflauf. Was genau auf den CP los war, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Nur das sich Menschenmassen über den Platz wälzten. Ein anderer CP erinnerte stark an eine Müllkippe, so dass wir auch hier die Flucht ergriefen.

Zum Tagescamping reichte es dann aber doch. Und zu einem Ausflug zum Freilichtmuseum Bokrijk.

Irgendwo im Internet/Reiseführer etc. habe ich gelesen, dass Bokrijk das größte Freilichtmuseum Europas sein soll. Sagen wir es mal höflich: Der gute Autor hat keine Ahnung von Museen. Falls jemand sich auskennt: Bokrijk ist viel kleiner als Detmold. Eher vergleichbar (aber doch noch ein wenig kleiner) mit Kommern.


Allerdings sind die Preise gepfeffert: 10 € Eintritt pro Erwachsener und dazu noch Parkgebühren. (Allerdings weiß ich, dass die meisten europäischen Museen vom Eintritt teurer sind als bei uns. Ich denke, Deutschland ist was Eintrittspreise betrifft die Ausnahme.)

Aber man strengt sich an. Die Häuser sind liebevoll eingerichtet und in jedem Haus wartet ein Museumsführer (leider nur auf niederländisch) und erklärt etwas zu den einzelnen Objekten. Diese Leute sind in alten Trachten gekleidet, kochen sich gerade auf dem wärmenden Feuer ihr Essen oder zeigen alte Handwerkskunst.

Schön gerade für Kinder sind die vielen Tiere in dem Freilichtmuseum. Allerdings habe ich da auch etwas zu meckern. Ein paar Schafe sahen aus als hätten sie Euterentzündung. Die Euter waren richtig aufgebläht und wund. Vielleicht waren die Lämmer schon entwöhnt, aber das Muttertier noch nicht trocken oder sie bevorzugten nur eine Seite des Euters. Mir tat schon das hinsehen weh! Auch bei den Kaltblüter sind mir einige Mängel aufgefallen. Ich weiß, ich bin bei Tieren immer etwas pingelig.

Wo ich gerade beim herum meckern bin: Was ist eigentlich mit der A73 in den Niederlanden los?Diese Autobahn ist jetzt seit drei Jahren fertig gestellt und trotzdem andauernd ganz gesperrt oder nur einspurig befahrbar. Dabei gibt es keine einzige Baustelle mehr auf dieser Autobahn. Die A73 verschandelt ganz schön die Landschaft (geht durch ein Naturschutzgebiet) und ist durch ihre Einspurigkeit (70 km/h Höchstgeschwindigkeit) total überflüssig.

Jetzt denken sich wahrscheinlich meine Leser: Um himmels willen, was für eine Meckerziege.

Auch wenn man es nicht glauben mag, ich habe den Tag heute genossen. Das Wetter war angenehm, die Häuser wirklich schön (auch nicht muffig, wie man es aus anderen Museen her kennt. Kommt wohl daher, dass sie beheizt werden) und wir haben einen netten Ausflug gehabt. Vielleicht werde ich das Museum in zwei Jahren noch einmal besuchen, ausschließen werde ich es nicht!


Da standen wir nun vor dem Campingplatz: Im Museum:




Ach wie gerne hätte ich doch ein rotes Backsteinhaus mit grünen Fensterläden (grins)











































































Kommentare:

Martin hat gesagt…

Auf die A73 sind wir auch schon reingefallen, als wir von Aachen nach Roermond gefahren sind. Und das ohne Karte und Navi, nur mit einem Google Maps Ausdruck, und auf dem war die Strecke freigegeben. Das war ein Mist sag ich Dir.

Anita Immer Unterwegs hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anita Immer Unterwegs hat gesagt…

Ganz besonders lustig ist es auf der A73 wenn sie einen offen Tag ist und den nächsten wieder gesperrt. Keine Ahnung warum und wieso. Und man dann über die Landstraße, quer durch Roermond schippern kann. Da wurde ja in letzter Zeit so viel umgebaut, dass es noch keine aktualisierten Navys oder Landkarten gibt. Dann lieber bei Sperrung den Umweg von Aachen über die deutschen Autobahnen (über Mönchengladbach) fahren. Wir sind ziemlich oft auf dieser Route unterwegs.