Freitag, 30. Mai 2008

der olle Hermann....


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"Das ist eine Antenne"
"Du bist blind, das ist das Hermansdenkmal"
"Antenne"
"Denkmal"
"Antenne"
"Wer von uns muss eine Brille tragen? Und hat diese im Moment nicht auf?"
"Ich brauche keine Brille! Der Augenarzt hat sich nur vertan. Ich sehe hervorragend"
"Hervorragend? Kann ein Denkmal nicht von einer Antennte unterscheiden. Pfft....."
Natürlich weiß jetzt jeder worum es hier geht. Wir waren im Teutoburger Wald. Und jeder, außer mir und meinen Mann, weiß auch, dass auf den einen Berg ein Denkmal, auf den anderen eine Antenne steht. Nun ja, jetzt wissen wir es auch.
Es war unser Jahresurlaub Ende Mai. Wir hatten großes geplant. Eine Fahrt in die Normandie oder wenigstens an die Ostsee. Aber es kam wie es kommen musste: Es fing an zu regnen und hörte nicht mehr auf. 10 Tage im Regen an der See? Hörte sich alles andere als verlockend an. Nun kam mein Mann auf eine geniale Idee: Wir machen eine kleinere Tour, nur fünf Tage und den Rest des Urlaubs würden wir renovieren.
Ich weiß auch nicht, warum ich es für einen guten Vorschlag hielt.
Das Köfferchen war schnell gepackt und ab ging es in den Teutoburger Wald.
Ausgesucht haben wir uns den Campingplatz am Fulbach in Holte-Stuckenbrock
Ich sag es ganz ehrlich: Ich kann nicht viel über diesen Platz sagen. Er war in Ordnung, ohne jetzt besonders schön oder schlecht gewesen zu sein.
Am ersten Tag klapperten wir das übliche Touristenprogramm ab: Der olle Hermann und die Externsteine. Unser Hund mochte die Steine überhaupt nicht. Verschwand doch Frauchen oder Herrchen abwechselnd in sie, um an anderer Stelle weit oben wieder aufzutauchen. Hund beschloss besagte Steine ersteinmal kräftig anzubellen.
Am nächsten Tag ging es zu dem Freilichtmuseum Detmold. Das war für mich der Hauptgrund in diese (sehr schöne) Region zu fahren. Mein Mann hasst Museen. Für diesen Besuch musste ich ihm versprechen, ihn dieses Jahr in kein anderes zu schleppen. Was eigentlich sehr schade ist. Später stellte sich heraus, dass das größte Freilichtmuseum Europas ganz in unserer Nähe in Belgien zu finden ist.
Ich möchte jetzt hier nicht ausschweifend von unserem Museumsbesuch erzählen. Nur so viel: Es ist das größte Freilichtmuseum Deutschlands (wie groß ist dann das größte von Europa? Ich werde es nächstes Jahr erfahren. Freu!) Wir verbrachten unsere Zeit mit "Latsch, latsch, kuck kuck". Ungefähr fünf Stunden lang. Und haben trotzdem noch nicht alles gesehen. An jeder Eingangstür befand sich übrigens ein netter Aufseher der die Häuser erklärte. Nach drei Stunden nervten die allerdings nur noch. Reizüberflutung. Es war einfach zu viel. (Aber trotzdem eine Reise wert).
Auch mein Mann fand etwas im Museum, was ihm gefiel: ein kleiner Bagger.
Die nächsten Tagen schauten wir uns die Umgebung an, besuchten Lemgo und auch Hameln. Mir gefiel die sanft geschwungene Hügellandschaft mit ihren kleinen Fachwerkdörfern sehr.
In Hameln war mein Hund wieder einmal unzufrieden. Das Glockenspiel. Er mag keine Glocken. Dann legt er seinen Kopf in den Nacken und heult wie ein Wolf. Sehr zu Freude der anderen Zuschauer. Link
Den Rest des Urlaubs verbrachten wir mit pflastern. Das habe ich bitter bereut. Wenigstens habe ich jetzt eine neue Terasse. Nächstes Jahr werde ich mich wohl für die See entscheiden, mit oder ohne Regen.

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