Sonntag, 15. Juni 2008

Es war einmal das schöne Königreich Belgien....

Mitte Juni hatten wir Glück. Mein Mann sollte auf Geschäftsreise nach Belgien gehen und sein Chef erlaubte es, dass wir daraus ein verlängertes Wochenende machten.
Wir fuhren also zu dieser Firma, irgendwo an der französischen Grenze. Als mein Mann seinen Termin beendet hatte, setzten wir uns als erstes in den Wagen um nach Frankreich zum einkaufen zu fahren. Leider machten wir dort eine unangenehme Entdeckung. Es gab Höhenbegrenzungen bei den Einfahrten der Supermärkte. Allerdings war eine geöffnet wurden und mein Mann huschte hinein. Ehrlich gesagt war mir nicht wohl. Was wäre wenn das Ding wieder schließt? Dann kämen wir wohl nicht so schnell vom Parkplatz herunter.
Aber wir hatten Glück. Und unseren Wagen mit französischen Leckerbissen vollgepackt. u.a. mit meinem Lieblingspizzaöl: http://www.lesieur.fr/client/index.aspx?Composant=Article&Methode=ClientFDetail&ref=A2-3-7
Dann ging es ab an die belgische Nordseeküste. Und von der waren wir auch dicke entäuscht. Zuerst fuhren wir einen ausgesuchten Campingplatz an. Leider befand dieser sich nicht wie in angekündigt in einem Naturschutzgebiet, sondern in unmittelbarer Umgebung einer Schnellstraße. Entäuscht gingen wir erst einmal zum Strand. Und waren wieder enttäuscht. Wir blickten direkt auf die Hochhäuser von Oostende. Schön war der Strand nicht zu nennen. Einen Vorteil hatte er aber: Der Hund durfte mit und scheinbar liebte er Strände.
Doch wir mussten noch einen Platz zum übernachten suchen. Aber wir fanden nichts. Die meisten Plätze waren am umbauen, hatten geschlossen oder lagen wirklich katastrophal. Erst außerhalb fanden wir etwas, was uns gefiel. Allerdings war es kein Campingplatz, sondern eine Siedlung für Mobilheime. (draußen stand aber Camping dran). Wir fragten trotzdem. Und durften für einen kleinen Obulus bleiben. Es gab eine Steckdose neben einem Mobilheim für uns und sogar noch eine alte Sanitäranlage. Früher war die Siedlung wirklich einmal ein Campingplatz gewesen.
Der Platz lag auch sehr schön inmitten eines kleinen Waldes, direkt an der See. Auch die Leute waren sehr nett und spendierten uns später in der Kneipe noch ein Bier. Leider war die Verständigung sehr schwierig.
Am nächsten Tag fuhren wir nach Brügge. Und von Brügge könnte ich stundenlang schwärmen. Eine wunderbare kleine Stadt. Und sehr Wohnmobilfreundlich. Direkt an der Innenstadt gibt es einen Stellplatz und einen Wohnmobilparkplatz in unmittelbarer Nähe zur Ortsmitte.
Ich weiß, dass sich viele Camper über die Preise dieser Plätze aufregen (habe ich zumindest in anderen Foren so gelesen). Eine Freundin von mir berichtete allerdings das in Brügge auch Hotelzimmer sehr teuer wären. Von daher hielt ich die Preise noch für angemessen, insbesondere wegen der zentralen Lage. (5 € fürs Parken oder 20 € für Übernachtung)
Wie gesagt, nach Brügge würde ich sofort wieder fahren. Diese schönen alten Gassen, herrlich. Allerdings: Viele Touristen und unglaublich viele Pferdekutschen.
Aber ich zeige jetzt einfach einmal ein paar Bilder:
Auf der Rückfahrt haben wir noch eine Zwischenübernachtung in Turnhout eingelegt. Das ist in der Nähe von Antwerpen (wo wir leider noch nicht waren. Falls jemand einen Erfahrungsbericht über Antwerpen hat: Her damit). Der Campingplatz war unglaublich schön. Er lag um vier Seen verstreut, mitten in einem Waldgebiet. http://www.baalsehei.be/2003/d/index.asp Davon ein kleiner Badesse. In den ich mich natürlich sofort gestürzt habe. Es war nämlich zwischen zeitlich ziemlich warm geworden. http://www.baalsehei.be/2003/d/terrein_zwemvijver.htm
Ich schwam alleine im See. Es waren noch keine Sommerferien und der Platz ziemlich leer.
Ehrlich gesagt habe ich leider die Umgebung, eine große Heidelandschaft, nicht erkundet. Wir sind um die Seen gelaufen, sind etwas geschwommen, dass war es eigentlich. Rex mochte es damals nicht, wenn mein Mann und ich im Urlaub verschiedene Wege gingen. Da kam der Hütehund heraus. Er versuchte immer "seine Herde", also uns, zusamen zu halten. Das ich im Wasser und mein Mann an Land war, behagte ihm gar nicht. Er bellte das Wasser an. (Diese Angewohnheit ist aber schon viel besser geworden. Gerade bei den ersten Fahrten war es so schlimm, dass noch nicht einmal einer von uns alleine den Wagen verlassen konnte, ohne das der Hund hysterich bellte. Aber wir haben ihn ja auch erst seit Dezember 2007 und ich denke, Verlassensängste spielen da noch eine große Rolle).
Nach Turhout würde ich auch sofort wieder fahren. Insbesondere, da ich die Heide noch einmal sehen möchte. Aber vielleicht im nächsten Jahr?

Keine Kommentare: